Gründung der Parkanlage

Um 1700 legte Caspar Henning von Rathenow einen barocken Lustgarten an, der im Südwesten der Gutsanlage vorgelagert war. Der Chronist Johann Christoph Bekmann (1641-1717) bezeichnete ihn in seiner historischen Beschreibung der „Chur und Mark Brandenburg“ als einen schönen Garten „eine nicht geringe Zierde dieser Gegend“. Die Gartenanlage war auf dem Urmesstischblatt von 1841 noch in seiner Grundstruktur und ein kleinerer Teil davon, der sogenannte Vordergarten, bis zur Bodenreform 1945 vorhanden.

 

 

Der im Norden der Gutsanlage gelegene Landschaftspark von 12,5 ha wurde ab 1860 vom damaligen Gutsbesitzer Oskar von Rathenow entsprechend dem Zeitgeist konzipiert. Die Nähe und sein Interesse an den Parkanlagen der Umgebung von Potsdam und Berlin spiegeln sich in der Gestaltung der Plänitzer Anlage wieder. Die bestehenden alten Baumbestände, die Schonung am Leddiner Weg, die Upstallwiesen und das Ufer der Jäglitz wurden in die Planung einbezogen. Neben einheimischen Baumarten wurden auch fremdländische Laub- und Nadelhölzer gepflanzt und ein umfangreiches Wegenetz angelegt.

 

Im September 1945 wird der Gutspark durch die Bodenreform enteignet und aufgesiedelt. Mit dem Erwerb der in viele kleine Flurstücke aufgeteilten Parkfläche konnte der Park 2017 wieder zu einer geschlossenen Einheit vereinigt werden. Die jahrzehntelang fehlende Pflege und die damit verbundene Verwilderung der Parkanlage führten zu deutlichen Verlusten der Substanz. Die Grundstruktur mit zum Teil altem Baumbestand blieb jedoch in wesentlichen Zügen erhalten.

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